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Keine gute Idee: Sonnenschutz mit Pflanzenölen

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7651679180_d481a73587_zDas Thema Sonnenschutz für Babys und Kleinkinder treibt viele Eltern um. Die Angst vor schädlichen chemischen UV-Schutz-Filtern und Nanopartikeln in herkömmlicher Sonnencreme führt dazu, dass immer häufiger in Elternforen Sonnenschutz aus natürlichen, pflanzlichen Ölen propagiert wird. Doch Himbeersamenöl, Kokosnussöl, Olivenöl oder Sesamöl haben nur einen extrem geringen Lichtschutzfaktor und sie schützen nicht vor UVA-Strahlung. Wer sein Kind damit schützen will, riskiert Sonnenbrand, Hautkrebs und Allergien.

Es gibt derzeit kaum eine Diskussion über die richtige Sonnencreme in Elternforen, bei der nicht irgendjemand Kokosnussöl (das ist ja derzeit sowieso das Allheilmittel für jegliche Beschwerden…) oder andere pflanzliche Öle als Alternative zu herkömmlichen Sonnencremes empfiehlt. Öl als Sonnenschutz? Früher hat man sich damit eingerieben, um schneller braun zu werden, daran erinnere ich mich noch aus meiner Jugendzeit. Ich war also skeptisch und versuchte mal herauszufinden, ob die als natürlich gepriesenen pflanzlichen Öle wirklich wie behauptet einen natürlichen Lichtschutzfaktor haben und wenn ja, wie hoch dieser ist.

Dazu seriöse Quellen zu finden, war nicht leicht, oft wird das einfach ohne jegliche Quellenangabe behauptet und diese Behauptungen finden sich fast ausschließlich in Blogs, wo es Anleitungen gibt, wie man selbst eine „natürliche“ Sonnencreme herstellen kann, oder auf Seiten, die Pflanzenöle oder daraus selbst gemischte Sonnencremes verkaufen. Dann steht oft geschrieben, dass  Kokosnussöl 20 Prozent der UV-Strahlen absorbiere, Sesamöl blocke sogar 30 Prozent der schädlichen Strahlen ab. Was auf den ersten Blick gut klingt, ist in Wahrheit überhaupt nichts wert, denn man sollte diese Zahlen keinesfalls mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) gleichsetzen!

Ein Mittel mit einem LSF von 10 lässt noch ein Zehntel der UV-Strahlung durch, im Gegensatz zu Ölen hält es also 90 Prozent der UV-Strahlung ab! LSF 15 blockiert 93 Prozent und LSF 30 – das ist der, den wohl die meisten Eltern für ein Kleinkind wählen – blockiert rund 97 Prozent! Wenn ein Öl also 30 Prozent der Strahlen blockiert, dann entspricht das einem LSF von weniger als 2. So was darf sich in Deutschland und auch anderswo überhaupt nicht Sonnenschutzmittel nennen.

Welchen LSF haben Öle wirklich?

Nach langem Suchen bin ich auf  zwei Studien gestoßen, in denen der Sonnenschutzfaktor verschiedener pflanzlicher Öle ermittelt wurde. In Indien haben Wissenschaftler ermittelt, wie viel UVB-Strahlung verschiedene Öle absorbieren, UVA-Strahlung, die ebenfalls für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich ist, wurde nicht berücksichtigt. Getestet wurde Kokosnussöl, Neemöl, Sesamöl, Rhizinusöl, Erdnussöl, Lebertran, Senföl und Hühneröl, letzteres wird in Indien gewonnen, indem man Hühnchenknochen bei 140 Grad auskocht.

Dabei kam heraus, dass Kokosnussöl, Erdnussöl, Lebertran und Senföl fast 100 Prozent der UVB-Strahlung durchließ, also keinen Schutz bietet. Rhizinusöl ließ 75 Prozent der Strahlung durch und Neemöl 65 Prozent. Keines dieser Öle hatte also einen LSF, der über 2 liegt. Nur das nach Hähnchen riechende Chicken Oil absorbierte 75 Prozent der Strahlung – das entspricht aber immer noch nur LSF 4 und wer will schon nach Hähnchen riechen?

In der zweiten Studie, die ebenfalls aus Indien stammt, wurde ebenfalls in vitro – also nicht auf der Haut von Menschen, sondern im Experiment – untersucht, wie viel UVB-Strahlung verschiedene flüchtige und nichtflüchtige Öle absorbieren können und welchem LSF das entspricht. Dabei wurde eine andere Methode als in der oben genannten Studie genutzt, was die teilweise abweichenden Ergebnisse erklärt. UVA-Strahlung wurde nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse sind ernüchternd:

ÖlLichtschutzfaktor
Olivenöl7,5
Kokosnussöl7
Rhizinusöl5,7
Mandelöl4,6
Senföl2
Sesamöl1,7
Lavendelöl5,6
Orangenöl3,9
Eukalyptusöl2,6

Die Autoren merken auch an, dass der LSF einer Lotion von vielen weiteren Zutaten wie Emulgatoren und Duftstoffen in der Sonnenschutzcreme beeinflusst wird, diese können den LSF der Öl verstärken oder auch verringern. Und sie schreiben, dass die Lotion auch noch am Menschen getestet werden muss und das in-vitro-Verfahren nur ein erster Test ist, mit welchen Ölen es sich lohnt weiterzuarbeiten. Und man muss nochmal betonen: Keines der Öle bietet Schutz vor UVA-Strahlung! Diese führt zwar nicht zu Sonnenbrand, aber sie dringt tief in die Haut ein und produziert freie Radikale, sie lässt die Haut altern, schwächt das Immunsystem und kann das Erbgut ebenfalls so verändern, dass Krebes entsteht.

Von Karottenöl wird bezugnehmend auf eine Studie, die 2009 im Pharmacognosy Magazin erschienen ist, im Netz auch behauptet, es habe einen Lichtschutzfaktor, der zwischen 38 und 40 liegt. Schaut man sich die Studie genau an, dann stellt man allerdings fest, dass keinesfalls untersucht wurde, welchen LSF Karottenöl hat, sondern es wurde eine nicht namentlich genannte Sonnenschutzcreme getestet, die in indischen Läden verkauft wurde und in der neben Karotten (von Öl ist keine Rede) auch andere Zutaten (Symplocus racemosa, eine Art Heidekraut und Triticum vulgae, Weizenkeimöl) drin waren.

Himbeersamenöl wurde nie am Menschen gestestet

Bleibt Himbeersamenöl. In einer Studie von B. Dave Oomah, die vom kanadischen Forschungsinstitut für Landwirtschaft in Auftrag gegeben und in der Zeitschrift Food Chemistry im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, wurden die Eigenschaften von Himbeersamenöl untersucht. Bei der Herstellung von Himbeersaft bleiben die Samen übrig und Ziel der Studie war, zu erforschen, wie und ob dieses Abfallprodukt genutzt werden könnte. Dabei wurde festgestellt, dass Himbeersamenöl UVB- und UVA-Strahlung absorbieren kann, und zwar in einem ähnlichen Ausmaß wie Titaniumdioxid, das einen LSF zwischen 28 und 50 für UVB und 6,75 bis 7,5 für UVA-Strahlung aufweist und in Sonnencremes mit mineralischem Filter eingesetzt wird. Das Fazit des Autors: Himbeersamenöl könnte, wenn es hoch konzentriert ist, als Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlung eingesetzt werden. Allerdings müsste es wie jedes kosmetische Rohmaterial erstmal in verschiedenen Mischungen auf der Haut von Menschen getestet werden und dies ist bis heute nirgends geschehen. Dabei ist die Studie bereits 15 Jahre alt. Folglich ist auch Himbeersamenöl nirgendwo als Lichtschutzfaktor zugelassen.

Lichtschutzfaktor schwankt stark und Bakterien sammeln sich im Öl

Ich habe auch bei den  Sonnenschutz-Experten in der Forschung & Entwicklung der Firma Beiersdorf (Nivea und Eucerin-Sonnencreme) Dr. Frank Schwanke und Dr. Dominik Göddertz nachgefragt, was man dort von natürlichen Ölen als Sonnenschutz hält. Die Experten antworteten, dass es in der Tat so sei, dass einige natürlich Öle vor UV-Strahlung schützen können. Zum Teil geschehe dies durch enthaltene UV-Filter, zum Teil auch über Substanzen, die die Rötung der Haut unterbinden. Sie weisen allerdings darauf hin, dass bei Naturprodukten die Konzentration und die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe enorm schwanken können und damit auch der Lichtschutzfaktor. Zusätzlich seien die erwähnten Naturprodukte nicht ausreichend konserviert. So könne es mit der Zeit zu einer Bildung von Bakterien oder Pilzen in dem Produkt kommen. Gelangt das Produkt beim Auftragen in eine Wunde, kann es zu einer Infektion an dieser Stelle kommen.

Schwanke und Göddertz sagen auch, dass gemäß der Europäischen Kosmetikverordnung in Sonnenschutzmitteln nur UV-Filter eingesetzt werden dürfen, die von der EU geprüft und zugelassen worden sind – und dazu gehören diese natürliche Öle oder deren Bestandteile nicht. Alle zugelassenen Lichtschutzfiltersubstanzen müssen ein sicheres toxikologisches Profil haben und eine Sicherheitsspanne. Sonnenschutzmittel müssen laut EU-Verordnung sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen schützen, und zwar müssen beide Schutzfaktoren im Verhältnis von 3 zu 1 stehen. Ein Mittel mit LSF 30 muss also mindestens einen UVA-Lichtschutz von 10 erreichen.

DaWanda - Products with Love

Wenn also jemand bei Dawanda Handmade-Sonnencreme vertreibt, die nur aus Pflanzenölen besteht, dann ist das ein Verstoß gegen geltende Vorschriften.

Allergiegefahr durch natürliche Pflanzenöle

Neben dem äußerst geringen Lichtschutzfaktor der pflanzlichen Öle, der zudem noch davon abhängt, wie rein das Öl ist und wie es hergestellt wurde, besteht noch die Problematik, dass man bei Verwendung von Ölen eine photoallergische Reaktion riskiert, denn pflanzliche Öle enthalten zum Teil noch unbekannte Substanzen, die mit UV-Licht reagieren können. Pflanzliche Öle sind deshalb häufiger als andere Sonnenschutzmittel Anlass für phototoxische oder photoallergische Reaktionen. „Dabei kommt es zu Hautrötungen, Bläschen und braunen Streifen, das kann sehr schmerzhaft sein“, warnt Dermatologie Eckhard Breitbart, der im Vorstand des Arbeitskreises Dermatologische Prävention (ADP) sitzt.

Schwitzen verringert die Schutzwirkung

Und es gibt ein weiteres Problem. Der geschlossene Ölfilm auf der Haut behindert den Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch mit der umgebenden Luft. In der Sonne schwitzt man und deshalb ist es wichtig, dass Sonnenschutzmittel den Schweiß gleichmäßig aufnehmen können.  Schweiß und Öl können sich allerdings nicht miteinander vermischen, deshalb zerreißt der geschlossene Ölfilm, was die Schutzwirkung von Ölen weiter verringert. Die auf der Haut sitzenden Schweißperlen wirken wie Sammellinsen und erhöhen die lokale Verbrennungsgefahr erheblich. (Quelle: Kindl, Gerd, Raab, Wolfgang, Licht und Haut. Govi-Verlag, Eschborn 1998)

Sonnenschutzmittel mit mineralischem Filtern ist die bessere Wahl

Jürgen Lademann, Professor für Dermatologie an der Charité in Berlin, forscht unter anderem zur Effizienz von Sonnenschutzfiltern. Er sagt: „Selbst wenn bei biologischen Ölen eine Absorption von UVB-Strahlung vorhanden ist, ist der Schutz vor UVA-Strahlung grottenschlecht.“ Auch er verweist darauf, dass biologische Produkte zu viel mehr Allergien als chemische führten. Und Sonnenschutzfilter wirkten nur dann optimal, wenn 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen würden. Studien hätten aber ergeben, dass die meisten Menschen zu wenig Sonnencreme verwenden und der Schutz deshalb oft nur 20 Prozent des Lichtschutzfaktors betrage. Selbst wenn ein Öl nun einen LSF von 7 haben sollte, dann sind 20 Prozent davon extrem wenig. Sein Fazit: „Ein Öl ist kein Sonnenschutzmittel.“

Stattdessen empfiehlt Experte Lademann Kindersonnenschutzmittel mit mineralischen Filtern wie Titandioxid. Es gebe keinen einzigen Hinweis, dass Nanopartikel die Hautbarriere durchdringen, selbst bei Neugeborenen nicht. Und selbst wenn sie in den Körper eindringen würden, dann würden sie sich in der Leber anlagern, aber die Gefahr, die davon ausgehe, sei verschwindend klein gegenüber der Gefahr an Hautkrebs zu erkranken und zu sterben. Zudem schütze Titandioxid auch vor sichtbarer Strahlung und Infrarotstrahlung, von der man inzwischen wisse, dass sie 50 Prozent der freien Radikale, die die Haut schädigen können, verursache.

Hände weg von selbst gemischter Sonnencreme!

Sonnenschutz – insbesondere für Kinder – selber zusammenzumischen oder einfach ein Öl auf ihre Haut zu schmieren, ist also grob fahrlässig und Körperverletzung, wenn die Kinder dann doch einen Sonnenbrand bekommen. In diesem Post findet Ihr empfehlenswerte Sonnencremes für Babys und Kleinkinder.

Und wer dennoch sämtlichen im Handel erhältlichen Sonnenschutzmitteln so sehr misstraut, dass er den potenziell tödlichen Hautkrebs weniger fürchtet als die etwaigen, oft nur vermuteten und keinesfalls sicher belegten Nebenwirkungen der chemischen Sonnenschutzfilter oder von Nanopartikeln, der soll sein Kind bitte von Kopf bis Fuß in UV-Schutz-Kleidung stecken – so ist es zuverlässig geschützt.

Foto: Flickr/Phu Thinh Co unter CC BY-SA 2.0

 

22 Kommentare

  1. Danke für den wertvollen Beitrag!
    Auf Nano-Technologie in Cremen verzichte ich komplett, weil die Gefahr einfach zu groß ist und nicht mal in der Leber von meinen Kindern möchte ich diese Ablagerungen haben.
    Ich empfehle keine chemischen Sonnenschutzcremen, da in den meisten bedenkliche Inhaltsstoffe wie Oxybenzon, OMC Octyl-Methoxycinnamate oder Benzophone-3 drinnen sind. Sucht selbst im Internet nach diesen Inhaltsstoffen und lest nach darüber was sie bewirken können. Bildet Euch Eure Meinung selbst.

    Man bedenke auch, dass ein Sonnenschutzfaktor von 20, die Haut zu 95% schützt und eine bedenklicher Sonnenschutzfaktor von 50, (ist nur mit Chemie möglich) schützt auch nur zu 98%. Also ist zwischen 20 und 50 LSF vom Schutz her ein sehr geringer Unterschied, von den Bedenken her aber ein sehr Hoher.

    Der beste Schutz vor zuviel Sonne ist noch immer der Schatten 🙂

    Für meine Kinder und mich verwende ich nur den Sonnenschutzbalsam(schaut mal ob ihr die Bezeichnung sonst noch wo findet bei Sonnencremes: Balsam) weil der 1. zu 100% aus frischen Naturelementen besteht. Das heißt: keine Nanopartikel, keine chemische Filter, nur natürlicher mineralischer Schutz, die das Sonnenlicht reflektieren. Und was mir persönlich am Meisten gefällt: sie ist wirklich wasserfest!
    Mehr Infos gerne auch über facebook: https://www.facebook.com/maria.holzl.370?fref=ts

    • …“Stattdessen empfiehlt Experte Lademann Kindersonnenschutzmittel mit mineralischen Filtern wie Titandioxid. Es gebe keinen einzigen Hinweis, dass Nanopartikel die Hautbarriere durchdringen, selbst bei Neugeborenen nicht. Und selbst wenn sie in den Körper eindringen würden, dann würden sie sich in der Leber anlagern“

      Das zu empfehlen ist grob fahrlässig 🙁

      • Hallo Marcelina,

        Wenn Du das fahrlässig findest, dann nenn doch bitte mal seriöse Quellen oder was qualifiziert Dich zu dieser Aussage?

        Gruß,
        Eva Dorothée

      • Warum glaubt jeder an alles was Werbeindustrie so vertreibt?

        Es ist viel viel leichter Sonnenschutzcreme zu kaufen als eine zu machen. Verlasse mich an den Hautarzt und die Apothek und alles wird gut???

        Solange Behörde bestimmte Stoffe als unbedenklich präsentiert sind diese für die Masse, Industrie und Ärzte ein Argument. Alle gewinnen in dem ersten Moment. Wird aber einer wie z.B. Zinkoxid oder Himbeerenkernöl als Bösewicht präsentiert stellt sich Industrie um und keiner empfielt es weiter.
        Zinkoxid ist anorganisch. Kann einer einfach so Zinkoxid in der Apotheke mit der Partikelgrössegarantie zwischen 330nm und 700nm kaufen? Es gibt Studien über Partikel die kleiner 100nm sind und Muttermilch belastet haben. Nun meine Apotheken (hab leider nur 5 angefragt) haben Zinkoxid, können jedoch die Qualität gar nicht gewährleisten. Und erst mit nachdruck bekomme ich Partikelgrösse Information. Die meiste sind 25 bis 110 nm.

        Wenn die Behörden durch Laborresultate Stoff A heute als unbedenklich zulassen, stellt die Industrie auf dieses Stoff um und baut es wo es günstig ist ein. Es ist meist billig in der Produktion, kann zu Hause nur sehr schwer nachgemacht werden und es ist offiziel ZUGELASSEN.
        Auf die Konsequenzen schaut keiner, weil ZUGELASSEN.
        Wer hat 10 Jahre später Krebs bekommen und die Sonnencreme Industrie wegen bestimmte Stoffe verklagt? Keiner erinnert sich daran welche Creme es waren, von welchen Herstellern und ob es überhaupt die Ursache war. Und wenn schon. Es war zugelassen!!!

        Ich bin der Meinung das eine gute Mischung der Dinge so wie Hautgefühl mehr Wert sind als diese Werbungen über besorgten Mütter und kleine Kinder an der Sonne.

        Natur hat schon die Chemie in der passende Form erschaffen. Der Mensch versucht es immer wieder neu zu erschaffen, und alle Paar Jahre hören wir dass das von vorgestern nicht in Ordnung war.

        Ich begrüsse jede traditionelle Erfahrung und neue Erkenntnisse aber ganz selte die Fertigprodukte mit Exxx Nummer oder Chemischen substanzen die es in der Natur nicht gubt.

        Übrigens. Bin sehr hellhäutig, bekomme ohne Schutz schon nach 10 Minuten Sonnenbrannd. Habe einige Creme ausprobiert. Manche schutzen perfekt, kosten stange Geld, vom Privat Hautarzt empfohlen und trotzdem sagt mir meine Haut nach 1 Woche das die Poren zu sind und ich aufhören muss.

  2. Ich finde es nicht sehr Vertrauenswürdig, wenn in dem Artikel die Meinung der Firma Beiersdorf wiedergegeben wird. Das ist ungefähr das Gleiche, wie wenn man den Bäcker fragt, wie die Brötchen der Konkurrenz schmecken…..alles andere klingt gut recherchiert, aber die Meinung der Kosmetikindustrie ist fehl am Platz

    • Liebe Anja,

      ich kann Deine Sichtweise verstehen. Allerdings ist es nicht so leicht, Experten zu diesem Thema zu finden. Und bei Beiersdorf gibt es nun mal Experten, die sich sehr gut mit dem Thema Lichtschutzfaktoren auskennen und die sagen ja auch einiges, was durchaus nützlich und interessant ist, deshalb habe ich sie mit aufgenommen. Ich finde es ist immer gut, verschiedene Quellen zu Wort kommen zu lassen, damit entsteht das vollständigste Bild. Es ist ja auch so, wenn man pflanzliche Öle als Lichtschutzfaktoren nutzen könnte, dann würde das ganz sicher auch die Kosmetikindustrie tun, denn man könnte damit sicher ganz gut Geld verdienen, die Nachfrage ist ja da.
      Herzliche Grüße,
      Eva Dorothée

  3. Ist ja Klar dass die Kosmetikindustrie pro Sonnenschutz ist und hinter dem stehen was sie uns andrehen. Denke die Pharmaindustrie hätte keine Freude wenn die Kosmetikindustrie nur noch Naturbelassene Kosmetika verkauft….

    Vielleicht seht ihr hier mal rein, hat auch gut rechechiert und ist nicht pro und contra. Erklärt wesshalb der beste Schutz von innen kommt 😉

    http://blog.paleosophie.de/2014/07/30/sommer-sonne-sonnenschutz-vitamin-d-ohne-hautkrebs-dank-natuerlicher-sommerhaut/#id_pubmed_23023728

  4. Ich habe letztes Jahr als Sonnenschutz Kokosöl verwendet und ich habe die Sonne dieses Jahr viel besser vertragen, als mit Sonnencreme. Ich verlasse mich lieber auf meine eigenen Erfahrungen als auf irgendwelche „Expertenmeinungen“.
    Natürlich lege ich mich auch nicht stundenlang in die pralle Sonne, dass habe ich aber auch früher nicht gemacht.
    Zumal klar ist, dass man neue Mittel erst mal vorsichtig testen sollte.

  5. Wenn man genügend raus geht ist gar kein Schutz notwendig 🙂 Mein Großer hat sehr helle Haut und rote Haare. Wir haben abgesehen von einem Mal (und da hatte er fiese Reaktionen auf das Sonnenschutzmittel aus dem Bioladen!) noch nie Sonnencreme verwendet. Wir fangen an im März sehr viel nach draußen zu gehen und so ergibt sich das von ganz allein, da die Haut sich super an die Sonnenstrahlen gewöhnt. Und wenn doch einmal eine Rötung auftritt, weil er z.B. im Urlaub die Mittagssonne nicht so gemieden hat wie es nötig gewesen wäre, dann schmieren wir Kokos oder Arganöl drauf und am nächsten Tag ist es wieder weg. Hatten wir aber nur 2/3 Mal.

    Ich muss auch den anderen zustimmen. Ein Experte einer Firma ist nicht sehr vertrauenswürdig. Vielmehr sind persönliche Erfahrungen das worauf man sich noch eher verlassen kann. Nach deren Aussage wäre es brandgefährlich ohne Sonnencreme in die Sonne zu gehen. Nur komisch, dass wir trotzdem nicht jahrhundertelang an Hautkrebs gestorben sind 😉

    • Hallo Nadine,
      die Haut kann durch UV-Strahlung auch dann geschädigt werden, wenn sie keinen Sonnenbrand bekommen hat. Und vor Jahrhunderten gab es das Ozonloch einfach noch nicht, dadurch war die Strahlung nicht so intensiv. Die Häufigkeit von Hautkrebs steigt seit einigen Jahrzehnten stetig an, Schwarzer Hautkrebs ist in Deutschland für etwa 1,2 Prozent aller Krebstodesfälle insgesamt verantwortlich. Aber wer sich bei diesem Thema lieber auf persönliche Erfahrungen verlässt als auf wissenschaftliche Studien, mit dem ist wohl jede Diskussion sinnlos. Wünsche Dir und vor allem Deinen Kindern viel Glück mit diesem Vorgehen.
      Eva Dorothée

  6. Man sollte in erster Linie darauf achten, WER solche Studien in Auftrag gibt. In der Vergangenheit gab es so häufig gekaufte Studien, weil diverse Firmen/Konzerne damit schließlich ihr Geld verdienen, wenn die Studie für sie günstig ausfällt. Das ist Fakt, dazu gibt es auch bereits unzählige Berichte, über gefälschte Studien (nicht umsonst gibt es Pharmavertreter bei Ärzten, die Verträge für div. Medikamente abschließen).

    Allerdings darf man auch keine Massenpanik ausbrechen lassen. Es gibt keine Langzeitstudien über Nanopartikel im Körper. Es wird sich vermutlich so verhalten, wie bei allem anderen auch: zu viel ist schädlich. Das gilt auch für natürliche Stoffe.

    LSF hin oder her, ein Sonnenbad ist auch mit hohem LSF nicht gesund, weder für die Haut noch für die Hautalterung.

    Man sollte allerdings nicht den Teufel an die Wand malen und auf dem Boden der Tatsachen bleiben. 😉
    Ansonsten lässt man sich von mehreren Dermatologen und Apothekern beraten, um zu schauen, wer was sagt und empfiehlt.

  7. Ich bin total erschüttert über diese Kommentare – da hat sich mamaclever die Mühe gemacht, ausführlich zu erklären, wie es ist mit dem LSF und den Ölen, und dann ist die Kommentarspalte voll mit „ich creme mein Kind gar nicht ein“ (alles an Deinem Kind ist besonders, deswegen hat es auch diese besondere Immunität gegen Krebs), „meine Erfahrung nach ist das alles anders“ (Dermatologin geworden durch den Gebärvorgang, das kürzeste Medizinstudium inklusive Facharztausbildung der Welt!) – und „die böse Industrie lügt doch“ (also BASF, die alternativmedizinische und Ökoindustrie natürlich niemals).
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich bewundere Ihre Frustrationstoleranz und die Höflichkeit, mit der Sie hier auf Kommentare antworten und finde es bemerkenswert, wie viel Mühe Sie sich (immer wieder) machen. Danke!

  8. Dieser Beitrag zeigt welche Gefahren bei Einsatz dieser Mittel entstehen können.
    Klar es gibt immer ein paar Risiken.

    Die natürlichen Mittel geben im Vergleich zu Sonnencremes vielleicht nicht ausreichend Schutz.
    Andererseits können die Sonnencremes uns aber genauso gut auch andere Schäden zufügen.

    Ich persönlich suche halt Alternativen zu Sonnencremes, weil ich nichts von den industriellen Angeboten halte. Man muss sich einfach manchmal nur die Stoffe die enthalten sind, genauer ansehen.

    Es muss halt jeder für sich wissen, welche Risiken er auf sich nimmt.

  9. Ich bin schwerer Neurodermitiker und bekomme von dem ganzen Cremes die Krätze. Seit ich meinen D3 Wert auf 100 aufgefüllt habe und 12-24mg Astaxanthin tgl. Zu mir nehme, vertrage ich Sonne hervorragend! Keine Rötung, schöne und langanhaltende Bräune und die Neurodermitis ist auch weg! Bei meinen Kindern handhabe ich es auch so. Bei allem Respekt vor Deiner Mühe glaube ich, dass man Sonnenschutz nicht nur von außen betrachten darf, wenn man das Thema behandelt. Astaxanthin ist ein Carotinoid und das stärkste Antioxidans, dass die Natur zu bieten hat. Somit sehr wirksam gegen freie Radikale;-) alles Gute!

  10. Gerade letzte Woche haben wir unsere erste eigene Sonnencreme aus Pflanzenölen und -wachsen hergestellt. Die Creme lässt sich super verteilen, riecht gut und pflegt die Haut. Wenn man den Berechnungen glaubt, hat sie einen ungefähren LSF von 25-30. Wir benutzen sie bei Sonnenschein eher als Tagescreme, aber nicht als alleinigen Schutz in der prallen Mittagssonne oder am Strand. Ich denke ein gesunder und vernünftiger Umgang mit unserem größten Energiespender der Sonne ist der Schlüssel zu Glück und Gesundheit. Was die Pharmaindustrie in diesem Zusammenhang empfiehlt, ist mir dabei relativ Schnuppe…

    • Hallo Jana,
      Deine selbst hergestellte Sonnencreme aus Pflanzenölen hat nie und nimmer einen LSF von 25 bis 30! Warum, das steht in dem Artikel, den Du scheinbar nicht richtig gelesen hast.

      Gruß,
      Eva Dorothée

  11. Für mich besteht jedes Jahr die Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen. Auch heuer hat es mich wieder durch Leichtsinn erwischt. Mit alternativen Sesamöl hatte ich es einmal probiert und das Gefühl in der Bratpfanne zu sitzen. Leider gewöhne ich meine Haut nicht langsam an die UV Strahlung, beim Heuwetter knallt schon mal den halben Tag die Sonne auf die Haut. Interessant ist wie sich der Körper immer wieder selbst repariert. Ein überdeminsionierter Strohhut wäre wohl in Zukunft das Beste…Die LSF Angaben der Öle finde ich an diesem Artikel genial.

  12. OMG! Ich bin regelrecht schockiert von den Kommentaren. Ist doch klar, dass ein Dermatologe(!) keine Ahnung hat von Haut und wenn er von einer Firma gesponsert wird, die Hautprodukte verkauft, kann er erst recht nicht wissen, was los ist. *ironieoff*

    Vielen Dank für den Artikel. Er deckt sich mit meinen Erfahrungen. Da in unserer Familie häufig Lichtdermatose vorkommt, bin ich der Firma LRP sehr dankbar für deren Produkte. Irgendwie fehlt mir jetzt nur noch etwas für die Kopfhaut, damit der Sonnenhut mal wegbleiben kann.

    Leider gehören meine Eltern auch zu der Sorte der meisten Kommentatoren und daher hatte ich häufig krebsrote Haut. Richtig toll bei hellhäutigen blonden Kindern Pantenolsprays haben wir in Massen verbraucht.
    Mir fällt da der Werbespot ein, in dem die Tochter ihrer Mutter eine reinhaut für den Hautkrebs. Ich hatte das „Glück“ Neurodermitis zu bekommen und musste aus diesem Grunde dann immer meine Haut bedecken, damit der Schweiß diese nicht entzündete. Meine Schwester war weiterhin krebsrot. Selbst wenn man braun ist, kann man noch Sonnenbrand bekommen. Geht an meinen Eltern geistig komplett vorbei.

  13. Hallo zusammen,

    ich bin inzwischen doch schon amüsiert über die ganze Diskussion um Sonnenschutzmittel … 😉 Schön, daß auch so viel gut recherchiertes Wissen zusammengetragen wurde.

    Ich habe selbst in der Pharmaindustrie gearbeitet und mich seit der Geburt meiner Tochter auch mit verschiedenen Alternativen auseinandergesetzt. Es gibt KEINE Sonnencreme, weder chemisch noch alternativ, die ohne Risiken ist.
    Fakt ist:
    – Ja, die Pharma denkt an geringstmögliche Produktionskosten.
    – Ja, Inhaltsstoffe werden ausgetauscht bzw. als neues Produkt ins Portfolio aufgenommen, sobald sie zugelassen sind.
    – Ja, viele Studien sind von der Pharma finanziert und einseitig.
    – Ja, Öl auf trockene Haut aufgetragen wirkt wir eine Lupe für Sonneneinstrahlung.

    Aber mal ehrlich, ist eine Sonnencreme dazu da, unseren gesunden Menschenverstand abzulösen? Nein. Werfen wir einen Blick in die Antike und in den Süden. Im alten Griechenland z.B. galt der „weiße Nacken“ als Schönheitsideal, denn nur die Wohlhabenden konnten es sich leisten, die Hitze im Schatten zu verbringen. Weiter im Süden gibt es z.B. Siesta. In der Mittagshitze sieht man oft nur leichtbekleidete schwitzende Touristen und Sonnenanbeter auf den Straßen. Noch weiter im Süden hüllen sich die Menschen in weite Gewänder (wer wandert schon in kurzer Hose und Top durch die Wüste? ^^).

    Fakt ist:
    – Die Haut altert, wenn sie der Sonne ausgesetzt wird.
    – Wir kommen heute selten dazu, die Haut rechtzeitig an die Sonne zu gewöhnen, weil wir schlicht zum Indoor-Menschen geworden sind. Das plötzliche massive Sonnentanken ist immer ein herber Schlag für die Haut. Die Haut hat einen Eigenschutz, der muß aber auch eine Chance bekommen, sich sinnvoll aufbauen zu können.
    – Es dreht sich nicht darum, die Haut mit Sonnencremes vor Rötungen zu bewahren. Die Rötung ist ein natürliches Warnsignal unseres Körpers – nämlich daß wir zu viel Sonne abbekommen haben. Wir überhören es nur zu gern und nutzen die Cremes auch, um eben dieses Warnsignal zu unterdrücken. Ist es so schwer, irgendwann zu sagen „Genug ist genug, raus aus der Sonne für heute“?
    – Das Ozonloch ist ein junges und erhöhtes Risiko, die UVA- und UVB-Werte waren früher geringer. Früher sind die Menschen aber auch oft wegen anderer Gebrechen nicht in ein Alter gekommen, in dem eine Haut nachweislich mit Krebs reagieren konnte.

    Wir Mütter und Väter lernen oft viel, sobald wir das Beste für unsere Kinder suchen. Jeder von uns will es „richtig“ machen, und das ist wahrlich eine große Herausforderung, vor allem auch angesichts des Übermaßes an Informationen und Fehlinformationen.

    Mein Fazit für mich und meine Tochter aus all dem ist:
    – Als Baby: raus aus der prallen Sonne.
    – Als (Klein)Kind: Mittagshitze (ca. 12-16 Uhr) meiden. Eine tolle Zeit für Mittagessen und Nickerchen oder abkühlende Wasserspiele in der Badewanne oder so. 😉
    – Das ganze Jahr über Licht tanken (Vitamin-D-Mangel ist leider eine typische Begleiterscheinung geworden bei unserer heutigen Indoor-Lebensweise).
    – Im Frühjahr bereits die Haut immer etwas der Sonne aussetzen (im Rahmen des Eigenschutzes), um die Haut an die Sonne zu gewöhnen.
    – Kein Sonnenbaden, sondern vielmehr alltägliches Bewegen draußen im Sonnenlicht.
    – Sobald die Haut rot wir (unabhängig von Sonnencreme), raus aus der Sonne.
    – Immer eine luftig leichte lange Bekleidung für Notfälle einpacken. Ich habe gute Erfahrungen mit hellem Leinen gemacht.
    – Immer genug Wasser dabei.
    – Sonnenstrapazierte Haut braucht auch Feuchtigkeitspflege von außen.
    – Sonnencreme immer vorzeitig auftragen, sei es nichtmineralische oder selbstgemachte aus Öl.
    – Es ist wie alles im Leben: das richtige Maß von allem macht’s. Optimalerweise befinden wir uns also dauernd auf der Gradwanderung – alles mit Sinn und Verstand.

    Und siehe da, nachdem ich mich selbst an die Regeln gehalten habe, die für meine Tochter gelten, sind meine eigenen Sonnenbrandprobleme fast auf Null geschrumpft! Trotzdem hat meine Haut angemessen Melanin gebildet, ich habe eine leichte angenehme Sommerbräune gewonnen. Und ganz nebenbei kann meine Tochter diese Regeln ganz leicht akzeptiere, wenn ich es ihr selbst vorlebe.

    Ich wünsche Euch allen viel Erfolg dabei, Eurem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen (das inzwischen nachgewiesenermaßen von unseren Hirnzellen im Darm als „2. Gehirn“ kommt ^^) und den richtigen Mittelweg zu gehen, der Euch gut tut. Wir haben unseren nach einigem Suchen auch gefunden. Neue Informationen und Erkenntnisse sowie hitzige Diskussionen nehmen sich am leichtesten mit einer gesunden Portion Gelassenheit. 😉 Hinterfragt, prüft nach, ob die Dinge auch zu Euch passen. Laßt Euch inspirieren und macht dann Eure eigene Mischung draus.

    Wie hat ein Philosoph sinngemäß so schön geschrieben: Der Genuß einer Speise kann nicht dadurch vergrößert werden, daß man mehr davon ißt.

    In diesem Sinne, herzliche Grüße
    Kristina

    P.S.:
    (1) Ein kleiner für die Benutzung selbstgemachter Sonnenschutzöle: kurz abduschen, dann Öl auf die leicht feuchte Haut auftragen. Nur so zieht Öl rasch in die Haut ein, ohne einen Ölfilm zu hinterlassen.
    (2) Wer einen Blick über den Tellerrand werfen will, kann sich mal den US-Pharmamarkt ansehen. Die Zulassungskriterien der FDA sind strenger als die der EMA (früher EMEA) für Europa. Dazu sind die Pharmakonzerne in den USA sehr viel zurückhaltender, was die Nutzung „risikobehafteter“ Inhaltsstoffe angeht, weil es dort keine Obergrenze für Schadensersatzzahlungen gibt. Was z.B. auch ein Grund dafür ist, daß es manche Impfstoffe in den USA nicht gibt, weil die Komplikationen nicht ausreichend ausgeschlossen werden können – hier hingegen ist das finanzielle Risiko für ein Unternehmen „kalkulierbar“.

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