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Rezepte für Babybrei: Beikost ganz einfach selber kochen

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4580518008_2c765b0f8a_zGläschen sind auf Dauer ganz schön teuer, vor allem wenn sie Fleisch enthalten. Und auch nicht jedes Baby isst exakt die 125 Gramm, die in den Gläschen drin sind, vor allem zu Beginn der Beikosteinführung nicht. Da der Inhalt aber nicht beliebig haltbar ist, muss man häufig viel wegschmeißen. Eine Alternative ist es, den Babybrei selbst zu kochen. Das ist eigentlich ganz einfach – und weniger aufwändig, als viele denken.

Jeden Tag winzige Mengen Babybrei frisch zu kochen, ist in der Tat ziemlich zeitraubend und umständlich. Aber man kann jeweils eine größere Menge herstellen und portionsweise einfrieren. Dann hat man nur einmal die Arbeit und immer die passende Portion im Gefrierschrank. Zum Einfrieren bieten sich die Schraubdeckelbecher von Avent an. Die sind zwar nicht ganz billig, aber sehr praktisch und man kann sie sehr lange und vielfältig nutzen. Alternativ kann man auch leere Gläschen benutzen, um selbst gekochten Babybrei einzufrieren, man darf sie nur nicht randvoll machen.




Das Grundrezept ist einfach:

Man nehme 1 Teil Gemüse wie Karotten, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Kürbis oder Pastinaken
Dazu kommt 1/2 Teil Kartoffeln
und 1 EL Pflanzenöl, z.B. Rapsöl auf 100g Gemüse

Also wenn man zum Beispiel einen Blumenkohl hat, der 400 Gramm wiegt, braucht man 200 Gramm Kartoffeln sowie 4 EL Pflanzenöl.

Das Gemüse wird klein geschnibbelt und zusammen mit den Kartoffeln in wenig Wasser gekocht oder gedämpft, bis es weich, aber nicht völlig verkocht ist. Danach alles mit dem Pürierstab pürieren, dabei das Öl dazugeben und so viel von dem Wasser, in dem das Gemüse gekocht wurde, bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat. Wer will, gibt statt Wasser noch Vitamin-C-reichen Obstsaft dazu.

Dann portionsweise einfrieren. Wenn das Kind 50 Gramm isst, dann kommen eben 50 Gramm in das Becherchen, wenn es 150 Gramm aufisst, entsprechend mehr. Hilfreich beim Abfüllen ist eine Küchenwaage.

Am besten nimmt man jeden Abend eine Portion aus der Gefriertruhe und lässt sie im Kühlschrank auftauen. Mittags muss das Becherchen dann nur noch im Wasserbad (oder in einem Gläschenwärmer/Flaschenwärmer) oder – was umstritten ist – in der Mikrowelle erwärmt werden.




100 Gramm Fleisch pro Woche

Soll Fleisch oder Fisch mit in den Brei lautet das Grundrezept:

1 Teil Gemüse
1/2 Teil Kartoffeln
20-30 Gramm mageres Fleisch oder Fisch pro 100g Gemüse
1 EL Öl

An Fleisch eignet sich beispielsweise Rinderhackfleisch oder Hähnchenbrustfilet. An Fisch ist Lachs ideal. Man kann das Fleisch ebenfalls in etwas Wasser weichkochen, leckerer schmeckt (und riecht) es allerdings, wenn man es in Öl in der Pfanne anbrät. Dabei sollte man darauf achten, dass es nicht zu dunkel wird. Vor dem Pürieren wird das Fleisch dann dem Gemüse zugegeben.

Alternativ kann man das Fleisch oder den Fisch gekocht und püriert auch extra in 20 bis 30-Gramm-Portionen einfrieren und dann aufgetaut unter den anderen Brei mischen. Kinder sollten im ersten Lebensjahr 100 Gramm Fleisch pro Woche zu sich nehmen.




Foto: Sweet peas and potatoes von Kim Love/Flickr.com unter CC BY-SA 2.0

3 Kommentare

  1. Du hast vollkommen recht. Selbstkochen ist einfach und praktisch. Wir sind gerade noch in der fleischfeien Phase. Einen Tipp hätte ich noch: das Öl lieber erst beim Aufwärmen dazu geben (ein paar Tropfen oder ein Teelöffel je nach Portion). Nach dem Einfrieren schmeckt es manchmal komisch.

    Für die Einführung der Fleischphase habe ich mir allerdings je ein Glas Alnatura Huhn bzw. Rind pur besorgt, das ich dann erstmal löffelweise zum Gemüse-Kartoffel-Brei geben werde, bevor ich anfange ganze Mahlzeiten mit Fleisch oder Fisch vorzukochen.

    Lg, Anja

  2. Super schöner Tipp. Ist einfach am gesündesten! Vor allem auf Bioqualität achten…Ich bin war noch keine Mami, aber in meinem Beruf freue ich mich immer solch tollen Infos zu lesen!

    Herzliche Grüße
    Anna-Lena

  3. Hallo guten tag,
    gesund kochen ist gut für das baby
    Danke für die Informationen
    Grüße aus Spanien.

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