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Warum Seifenblasen Flecken verursachen, die nicht mehr rausgehen

Kennt ihr das Phänomen? Anstatt sauber kommen helle T-Shirts oder Hosen eurer Kinder mit hässlichen, gräulichen Flecken aus der Waschmaschine, die nicht mehr rausgehen. Die Ursache: Ein Stoff, der in vielen Seifenblasen enthalten ist. Was ihr über Polyquaternium wissen müsst und welche Seifenblasenmarken betroffen sind.

Wenn Kinder Seifenblasen machen, dann lässt es sich praktisch nicht vermeiden, dass Spritzer der Seifenblasenflüssigkeit auf ihre Kleidung gelangen. Besonders kleine Kinder kippen gerne mal die ganze Packung über sich. Oder einige der schillernden Seifenblasen zerplatzen auf dem T-Shirt oder der Kinderhose. Zunächst scheint das nicht besonders tragisch zu sein. Die Flüssigkeit trocknet farblos und nichts ist mehr davon zu sehen.

Graue Flecken nach dem Waschen

Die böse Überraschung kommt nach der Wäsche in der Waschmaschine: Das Kleidungsstück hat plötzlich gräuliche Flecken und meist kann man sich nicht erklären, wo in aller Welt die herkommen. Dummerweise gehen sie auch bei einer weiteren Wäsche nicht raus. Im Gegenteil, sie werden nach dem Waschen mitunter sogar dunkler! Über das Phänomen hat der WDR berichtet.

Die Ursache für diese mysteriösen Flecken ist der Stoff Polyquaternium-7, der einigen Seifenblasen beigemischt ist. Bei Polyquaternium handelt es sich um einen sehr billigen Kunststoff, der unter anderem den Schaum stabilisiert. In der Seifenblasenflüssigkeit sorgt er dafür, dass die Blasen größer und stabiler werden. Der Stoff, der umweltschädigend und biologisch nicht abbaubar ist, ist übrigens auch in vielen Shampoos und Duschgels enthalten.

Das Problem an Polyquaternium: Das eigentlich farblose Polymer geht mit den Fasern eine chemische Verbindung ein. Da es positiv geladen ist, zieht Polyquaternium beim Waschen Schmutz- und Farbpartikel aus dem Waschwasser an wie ein Magnet. Diese setzen sich dort ab, wo die Polyquaternium-Rückstände sind. Deshalb werden die Flecken immer stärker, je öfter man die Kleidungsstücke wäscht.

Seifenblasen-Flecken lassen sich nicht entfernen

Und leider lassen sich die Seifenblasen-Flecken auch mit starken Bleichen nicht mehr entfernen. Das Kleidungsstück ist damit hin. Am ärgerlichsten ist, dass auf den Seifenblasen-Packungen nicht wirklich vor dem Phänomen gewarnt wird.

Wie also kann man Seifenblasen-Flecken vermeiden? Die gute Nachricht: Polyquaternium-7 ist nicht in allen Seifenblasen enthalten. Allerdings ist der Stoff im Gegensatz zu Shampoos und Duschgels in Seifenblasen nicht deklariert. Es hilft also nichts, auf der Verpackung nachzusehen, ob in euren Seifenblasen Polyquaternium drin ist oder nicht. In der Regel sind da nämlich keine Inhaltsstoffe angegeben.

Daran erkennt ihr Seifenblasen mit Polyquaternium

An einer Sache könnt ihr aber dennoch erkennen, ob eure Seifenblasen Polyquaternium enthalten: Auf den betroffenen Packungen steht winzig klein, ungefähr in Schriftgröße 3:  “Flecken Risiko” oder “Fleckenbildung auf Kleidern und Möbeln möglich”. Von diesen Seifenblasen – die oft spottbillig sind und auf dem Deckel häufig Geduldsspiele haben – solltet ihr die Finger lassen.

Bei uns bringen Besucher immer wieder Seifenblasen für die Kinder mit – auf einer Flasche habe ich den Hinweis “Flecken Risiko” entdeckt und die Packung wanderte sofort in den Müll.

Seifenblasen-Marken, die keine Flecken machen

Wer dagegen zu dem Markenprodukt Pustefix* greift, der muss sich vor Flecken nicht fürchten. Außerdem sind auch die Seifenblasen von Die Spiegelburg* oder SES* sind frei von Polyquaternium. Wir haben zu Hause auch Bio-Seifenblasen der Marke Sonett*. Diese Bio Bubbles enthalten ebenfalls kein Polyquaternium. Da sind auf der Packung auch sämtliche Inhaltsstoffe aufgelistet.

Fotos: Mamaclever

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Kategorien: Allgemein
Eva Dorothée Schmid: Ich bin Journalistin und Mutter eines Sohnes (geb. 2012) und einer Tochter (geb. 2015), wohne in Hamburg und versuche als Mamaclever, Eltern fundierte Antworten auf alle Fragen zu geben, die sich mit Baby, Klein- oder Kindergartenkind so stellen.
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