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Zehn Tipps, wie Du den ersten Kindergeburtstag überlebst

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Kindergeburtstag1Mit drei oder vier Jahren feiern die meisten Kinder das erste Mal Kindergeburtstag. Für Mütter kann das zu einer echten Herausforderung werden – vor allem, wenn die eingeladenen Kinder alleine dableiben. Zehn Tipps, wie du den ersten Kindergeburtstag deines Kindes überlebst.

1. Einladungen

Das Kind darf entscheiden, wer eingeladen wird. Wie viele Kinder mitfeiern dürfen, dafür ist das Alter des Geburtstagskind eine Richtgröße. Mit drei Jahren dürfen also ungefähr drei Kinder eingeladen werden. Möglichst darauf achten, dass nicht nur ein Junge oder ein Mädchen mit dabei ist. Wenn die Eltern noch bei der Feier mit dabei sind, dann kann man natürlich auch mehr Kinder einladen.

Selbst gebastelte Einladungskarten mit Washi-TapeEs empfiehlt sich, die Einladungen drei Wochen vorher zu verteilen. Wer selbst mit dem Geburtstagskind eine Einladung basteln möchte, der findet in diesem Post zwei einfache Ideen. Was muss drauf auf die Einladungskarte? Wann die Feier beginnt, schreiben die meisten drauf – es sollte aber auch darüber informiert werden, wann die Feier endet. Ihr solltet um Zusage bitten und eure Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben. Wichtig ist auch, draufzuschreiben, ob mit oder ohne Eltern gefeiert wird.

2. Dauer und Zeitpunkt der Feier

Drei Stunden sind völlig ausreichend, vor allem wenn die Kinder vormittags im Kindergarten waren, sind sie nachmittags irgendwann völlig durch. Eine gute Alternative ist es auch, an einem Sonnabend oder Sonntag zu feiern, vielleicht sogar am Vormittag. Dann solltet ihr allerdings frühzeitig klären, ob die Kinder, die eingeladen werden sollen, auch Zeit haben.

3. Verstärkung holen

Alleine fünf Vierjährige zu betreuen, ist eine echte Herausforderung und wird definitiv in Stress ausarten. Hol dir Hilfe! Entweder dein Mann nimmt sich frei oder Oma kommt zur Verstärkung oder du bittest eine andere Mutter, mitzuhelfen. Das bietet sich auch dann an, wenn ein Kind nicht ohne Mama dableiben möchte.



4. Spiele vorbereiten

topfschlagenDie kleinen Gäste finden oft das Kinderzimmer des Geburtstagskind am spannendsten und so kann es gut sein, dass sich die Kinderschar dort spielend eine Weile ganz von allein beschäftigt. Auch wenn ein Garten vorhanden ist mit einigen Spielgeräten, ist das ein Selbstläufer. Freispiel in einer neuen Umgebung reicht über weite Strecken gerade bei Drei- oder Vierjährigen oft über längere Zeit aus. Allerdings kann es immer sein, dass Langeweile aufkommt oder die Stimmung zu kippen droht, dann ist es gut, wenn ihr das ein oder andere Spiel vorbereitet habt.

Gut geeignet für das Alter sind beispielsweise Eierlauf (mit Plastikeiern!!!), Topfschlagen, Dosenwerfen, Sackhüpfen oder ein Süßigkeitenmemory (dabei werden immer zwei gleiche Süßigkeiten unter Papp- oder Plastikbecher gelegt). Auch eine Schatzsuche eignet sich gut. Und mit einer einfachen, kleinen Bastelei kann die Kinder ebenfalls eine Weile beschäftigen – es sollte allerdings nicht zu aufwändig sein.

Die Gewinner oder Teilnehmer können mit einer kleinen Süßigkeit belohnt werden, die man in ihre Mitgebseltüte stecken kann.

5. Wohnung feierfest machen

Wenn das Kind im Sommer Geburtstag hat, dann kann man natürlich draußen feiern. Manche Eltern mieten für den Kindergeburtstag auch eine Räumlichkeit an, aber oft besteht keine andere Möglichkeit, als das Fest in den eigenen vier Wänden steigen zu lassen. Und die sollte man vor dem Kindergeburtstag tunlichst feierfest machen! Es empfiehlt sich, die Toilettentür beispielsweise mit einem Luftballon zu markieren, damit die Kinder sie schnell finden. Wenn die Horde nicht in bestimmte Zimmer reingehen soll, dann kann man die erlaubten Bereiche mit Krepp- oder Absperrband* markieren. Alles, was wertvoll und zerbrechlich ist, sollte weggestellt werden.

6. Kinder in Empfang nehmen

Zu Beginn der Feier sind die Kinder oft noch ein bisschen schüchtern. Stellt euch jedem Gast vor und zeigt ihm, wo das Klo ist und wo es etwas zu Trinken gibt. Lasst euch von den Eltern unbedingt die Handynummer geben, falls etwas ist. Und fragt sicherheitshalber nach, ob das Kind alles essen darf oder irgendeine Allergie hat.



Oft kommen nicht alle Gäste gleichzeitig. Um die Wartezeit zu überbrücken, können die Kinder etwas malen. Dazu könnt ihr Ausmalbilder und Stifte bereitlegen. Sind alle da, dann kann es an der Geburtstagstafel losgehen. Stellt die Kinder, die sich noch nicht kennen, einander vor.

7. Essen & Trinken

essenkindergeburtstagKinder in dem Alter sind meist nicht so scharf auf Kuchen und essen erfahrungsgemäß nicht sehr viel davon. Spar dir den Stress, einen aufwändigen Geburtstagskuchen zu backen. Minimuffins sind oft die bessere Wahl. Und es gibt durchaus Kinder, die lieber Obst oder Brezeln essen. Deshalb unbedingt neben Kuchen eine Schale mit beispielsweise Weintrauben oder Blaubeeren aufstellen – oder gleich eine Torte nur aus Obst machen. Und vielleicht Laugengebäck dahaben.

Und gegen Ende ist dann etwas Herzhaftes gefragt – Würstchen, Nudelsalat, belegte Brötchen, Brezeln, Paprika und Gurke – all diese Sachen kommen oft besser an als der obligatorische Geburtstagskuchen. Am besten eignet sich Fingerfood – dann braucht ihr kein Besteck und die Kinder können alles leicht selber essen.

Was die Getränke angeht: Denk daran, dass nicht alle Kinder Wasser mit Kohlensäure trinken. Deshalb auch Leitungswasser bereitstellen, außerdem sind Saftschorlen eine gute Wahl. Die mögen viele Kinder – und die Eltern finden sie definitiv besser als ungesunde Softdrinks.

8. Geschenke auspacken

Auch aus dem Geschenke auspacken kann man einen kleinen Programmpunkt machen –  und wieder ist eine Viertelstunde rum. Dafür nimmt man am Anfang wenn die Gäste kommen die Geschenke in Empfang und dann sitzen die Kinder alle im Kreis und haben ihr Geschenk auf dem Schoß. Dann darf einer nach dem anderen sein Geschenk dem Geburtstagskind überreichen. So sehen alle, was das Geburtstagskind bekommen hat und erleben live mit, wie es die Geschenke auspackt.

Damit kein Streit aufkommt, welches Geschenk zuerst aufgemacht wird, könnt ihr auch den Namen aller Gäste auf einen Zettel schreiben und in eine Schale geben. Das Geburtstagskind zieht dann einen Namen und das Kind, das auf dem Zettel steht, darf sein Geschenk übergeben. So geht es weiter, bis alle Geschenke ausgepackt sind. Alternativ kann man die Reihenfolge auch mit Flaschendrehen regeln.



9. Flexibel bleiben

Spiele und Programmpunkte vorzubereiten ist ein Muss – aber wenn die Kinder schön zusammen spielen, dann verzichtet einfach auf das ein oder andere Spiel. Oder auf alle. Hauptsache, die Kinder haben Spaß und die Stimmung ist gut. Das ist alles, was zählt und nicht die Vorstellung der Mutter einer durchgeplanten und durchgestylten Geburtstagsparty.

Wer plant, draußen zu feiern, sollte für den Fall von Regen unbedingt über Spielalternativen im Haus nachdenken.

10.Mitgebseltüten

mitgebseltueteEigentlich finde ich es ja ziemlich absurd und überflüssig, dass bei einem Geburtstag die Gäste beschenkt werden sollen und nicht nur das Geburtstagskind. Zumal in den Mitgebseltüten oft ziemlicher (Plastik-)Billigramsch drin ist, den eigentlich niemand braucht und der im Kinderzimmer nur herumliegt und die Krimskramsschachtel füllt. Ich weiß nicht, wie viele Tröten wir so schon angesammelt haben, wie viele Flummis und wie viele Seifenblasendosen… Aber offensichtlich geht es im 21. Jahrhundert nicht mehr ohne so ein Tütchen mit Gastgeschenken.

Eine sinnvolle Lösung ist, dass man Süßigkeiten, die die Kinder bei Spielen gewinnen, in die mit dem Namen beschrifteten Tüten packt. Oder die Bastelarbeiten, die im Rahmen des Kindergeburtstags angefertigt wurden. Und dann vielleicht noch eine nützliche Kleinigkeit. Wir haben den 4. Geburtstag meines Sohnes draußen im Garten gefeiert, mit Planschbecken. Für jedes Kind gab es eine kleine Wasserspritze*, die am Ende in die Mitgebseltüte gepackt und mit nach Hause genommen werden durfte.

mitgebselAndere Dinge, die sich gut in so einer Tüte machen (und hoffentlich nicht schon tausendmal drin waren…): ein Bleistift, ein Kindertattoo, ein Luftballon, ein Tütchen mit Sonnenblumen- oder Kressesamen, ein Pixibuch, eine Farbtablette für die Badewanne, Kinderpflaster, Badewannenspritztier, falls nur Mädchen unter den Gästen sind: eine Haarspange. Wichtig ist, dass in jeder Mitgebseltüte das gleiche drin ist, sonst gibt es schnell Tränen! Und das Geburtstagskind will natürlich auch eine haben.

Die Eltern der Gastkinder dürfen sich freuen, wenn sie nach der Feier das ein oder andere Foto ihres Sprösslings per Mail zugeschickt bekommen. Oder wenn Ihr die Fotos irgendwo passwortgeschützt hochladet, damit die Eltern sie anschauen und eventuell herunterladen können.

www.mymms.de

Habt ihr noch Tipps oder Erfahrungen zum Thema Kindergeburtstag? Wie habt ihr die erste Feier eures Kindes überlebt? Ich freue mich über eure Kommentare!

Fotos: Mamaclever

 

 

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