Mamaclever

Das Magazin rund ums (erste) Kind

Tipps für bessere, selbst fotografierte Neugeborenen- und Babyfotos

| 2 Kommentare

Babyfotos

Jeder möchte niedliche Bilder von seinem Baby haben, aber ein professionelles Babyfotoshooting kostet ziemlich viel Geld und dafür gibt es dann meist nur wenige Fotos. Fotografiere Dein Neugeborenes doch einfach selbst! Mit den folgenden Tipps kann jeder schöne Babyfotos machen, die fast aussehen wie vom Fotografen.

Die meisten fotografieren ihr Baby einfach irgendwie – und dementsprechend sehen die Bilder auch aus. Ich habe hier mal ein paar schlechte Beispiele von Fotos von meinem Sohn versammelt, damit Ihr seht, was ich meine:

Schlechtes Beispiel

Wenn man sich aber nur ein paar Gedanken macht, bevor man zur Kamera greift, dann entstehen so viel bessere Fotos, die man gerne verschickt oder aufhängt. Zunächst einmal ist der richtige Zeitpunkt wichtig, wenn Du Dein Neugeborenes fotografieren möchtest. Ideal ist es, das Baby zwischen dem 3. und dem 10. Tag zu fotografieren, denn zu diesem Zeitpunkt schlafen Neugeborene sehr viel und wenn sie schlafen, kann man sie am besten in Position für ein Foto bringen. Außerdem schält sich bei vielen Babys danach die Haut oder es tritt Babyakne auf. Und bevor Du zur Kamera greifst, sollte Dein Baby satt und zufrieden sein. Und dann solltest Du folgende Punkte beachten:

1. Das richtige Licht

Ganz wichtig für schöne Babyportraits: Schalte den Blitz aus! Nutze stattdessen Tageslicht, indem Du im hellsten Raum der Wohnung fotografierst, und zwar in der Nähe eines möglichst großen Fensters. Allerdings sollte das Baby nicht dort platziert werden, wo die Sonne direkt reinscheint. Besser ist indirektes Licht, da es sonst starke Schatten gibt.

Am schönsten werden die Fotos, wenn Du Dein Baby im 45-Grad-Winkel vor dem Fenster platzierst, das Köpfchen zeigt idealerweise Richtung Fenster, die Beine vom Fenster weg. Du stellst Dich dann zum Fotografieren zwischen das Fenster und das Baby. Fotografiere nicht gegen das Licht, sondern immer mit ihm, das heißt, die Lichtquelle sollte sich hinter Dir befinden. Folgendes Bild veranschaulicht das Setting.

Setting Lindsay Ernst photography

2. Der richtige Hintergrund

BabyaufSchaffell

Das Baby sollte im Mittelpunkt des Fotos stehen und nichts sollte von dem kleinen Wunder ablenken. Deshalb solltest Du unbedingt auf den Hintergrund achten. Der sollte am besten einfarbig sein. Muster wirken eher störend. Am einfachsten bekommst Du einen schönen Hintergrund, wenn Du Dein Baby auf eine einfarbige Decke legst und diese hinter ihm irgendwo oben befestigst (siehe Foto oben). Du kannst Dein Baby beispielsweise auf einen Hocker legen und dahinter zwei Stühle aufstellen, an denen Du die Decke befestigst. Oder Du legst es auf einen Sessel. Auch Leintücher oder große einfarbige Handtücher eignen sich als Hintergrund, sie werfen allerdings mehr Falten als Decken. Wer ambitionierter ist und häufiger gute Porträts machen will, der besorgt sich am besten ein Stück weißen und schwarzen Bühnenmolton als Fotohintergrund. So ein Stück Stoff kannst Du über alles hängen, was im Hintergrund stört. Schön kann es auch aussehen, wenn Du Dein Baby auf ein Schaffell legst. Für das Foto rechts  habe ich beispielsweise ein Schaffell in einen Sessel gelegt.

3. Die richtige Kleidung

Am schönsten ist es, wenn Du Dein Baby nackt oder nur mit einer Windel bekleidet fotografierst. Die meisten Kleidungsstücke sind Neugeborenen nämlich viel zu groß und das sieht auf den Fotos nicht gut aus. Alternativ kannst Du dem Baby einen schlichten weißen Body anziehen oder Du wickelst es in ein Tuch oder eine Decke. Wenn Du es nackt aufnimmst, rechne auf jeden Fall damit, dass es irgendwann im Laufe der Fotosession pinkelt und lege etwas unter das Baby! Damit das nackte bzw. leicht bekleidete Baby während der Fotosession nicht friert, sorge unbedingt dafür, dass es in dem Raum sehr warm ist. Ein Heizlüfter in der Nähe des Babys kann Dir dabei gute Dienste leisten.

4. Die richtige Perspektive

Du solltest so nah wie möglich an Dein Baby rangehen und verschiedene Perspektiven ausprobieren. Begib Dich beispielsweise auf Augenhöhe mit dem Baby oder fotografiere es von oben. Wichtig ist allerdings, dass wenn das Gesicht auf dem Bild zu sehen ist, Du immer etwas näher beim Kopf des Babys stehst als bei seinen Füßen. Andernfalls fotografierst Du in seine Nase rein und das ist nicht besonders vorteilhaft (siehe schlechtes Beispielfoto ganz oben).

5. Details nicht vergessen

DetailaufnahmeBabyVergiss nicht, Detailaufnahmen von den winzigen Füßchen, Händchen, vom Mund, den Wimpern oder den Ohren Deines Babys zu machen. Besonders schön ist es, wenn Du seine Hand um den Finger eines Erwachsenen legst oder Dein Partner den Fuß des Babys in die Hand nimmt, um die Größenverhältnisse anschaulich zu machen.

6. Die richtige Blende

Damit der Hintergrund unscharf wird und nicht vom Baby ablenkt, wähle eine möglichst große Blende. Die ist auch von Vorteil, wenn es nicht so hell ist. Scharfstellen solltest Du auf das Gesicht des Babys – es sei denn, Du willst andere Details fotografieren.

7. Fotos mit Mutter, Vater oder Geschwistern

MutterundTochterWenn Du Fotos von Erwachsenen mit dem Baby machst, achte darauf, dass die Köpfe möglichst nah beieinander sind. Wenn das Baby einfach auf dem Arm gehalten wird, ist das oft nicht der Fall. Zudem ist es von Vorteil, wenn die Mutter oder der Vater einfarbige Oberteile ohne große Logos oder Muster tragen.

8. Fotos bearbeiten

Neugeborene haben oft eine ziemlich fleckige Haut. Deshalb kann es von Vorteil sein, die Bilder in einem Bildbearbeitungsprogramm in Schwarz-weiß-Aufnahmen umzuwandeln. Außerdem sollte man dort auch den Ausschnitt optimieren.

Fotos: Mamaclever, Lindsey Ernst Photography


2 Kommentare

  1. Danke für die Tipps und die lustigen Negativbeispiele. Genau so sehen auch meine Fotos immer aus („einfach irgendwie“..) und ich wusste echt nicht, warum eigentlich. Hahahahaha in die Nase, stimmt!

  2. Das sieht ja alles richtig professionell aus. Als ich im Krankenhaus war, sind auch welche Fotographen gekommen und haben ihre Dienste angeboten. Ich habe später doch selbst paar Fotos versucht, hat nicht so gut geklappt. Jetzt weiß ich aber, dass man soviele Gestaltungsmöglichkeiten hat. Danke für die tollen Tipps!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.