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Das Magazin rund ums (erste) Kind

Kampf dem Spielzeugchaos

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2161319200_fdd02a4f80_zQuer durchs Wohnzimmer verläuft die Eisenbahn, die Sofas sind von Kuscheltieren besetzt und im Flur liegen überall Bauklötze verstreut: Wo Kinder wohnen, bleibt das Spielzeugchaos nicht aus. Ein paar Tipps und kreative Ideen, wie Ihr dem Chaos Herr werdet.

Wo Kinder leben, liegt oft viel Spielzeug herum. Und das ist auch gut so. Eine Umgebung, in der immer alles aufgeräumt sein muss und nichts angefasst werden darf, ist für Kinder nicht nur langweilig, es bremst auf Dauer auch ihre natürliche Neugier und ist somit wenig förderlich für ihre Entwicklung. Und gerade kleine Kinder wollen nun mal dort spielen, wo sich die Eltern aufhalten – also im Wohnzimmer und in der Küche und nicht in ihrem Kinderzimmer.

Doch wenn es für Besucher keine Sitzgelegenheiten mehr gibt, weil überall Spielzeug herumliegt, wenn man den Fernseher nicht mehr sehen kann, weil ein Turm aus Bauklötzen die Sicht versperrt, oder wenn man nachts mal wieder vor Schmerz aufschreit, weil man barfuß auf Legosteine oder Schleichtiere getreten ist – dann ist es Zeit, das Chaos zumindest einzudämmen und die Wohnung ein stückweit zurückzuerobern.

Zum einen kann man versuchen, einen Raum – zum Beispiel das Schlafzimmer – zur spielzeugfreien Zone zu erklären. Zum anderen sollten Eltern die Menge des Spielzeuges beschränken. Die meisten Kinder haben viel zu viele Spielsachen. Es ist sinnvoll, einen Teil davon außer Reichweite aufzubewahren oder in den Keller zu räumen und die Sachen immer mal wieder auszutauschen. Dann bleiben sie interessant, das Kind kann sich besser auf ein Spielzeug konzentrieren und das Chaos hält sich in Grenzen.

Aufräumen zum Ritual machen

Wo gespielt wird, muss auch wieder aufgeräumt werden, das sollten Kinder früh lernen. Die abendliche Aufräumaktion kann man zu einem gemeinsamen Ritual machen, bei dem jeder Helfen muss. Durch einen kleinen Wettbewerb mit Belohnungen werden Kinder zusätzlich angespornt. Aufräumen allerdings funktioniert nur, wenn jedes Teil einen Platz hat. Deshalb brauchen Familien viel Stauraum. Wenn die Möbel den nicht hergeben, helfen Kisten, am besten stapelbare. Die eignen sich vor allem für Spielzeug mit vielen Einzelteilen.

Sind die Kisten nicht durchsichtig, dann sollte man Bilder draufkleben, die zeigen, was drin ist. Dazu kann man im Internet nach Fotos von Bauklötzen, Tieren oder einer Eisenbahn suchen, diese ausdrucken und auf der Kiste anbringen. Das funktioniert auch bei Kindern gut, die noch nicht lesen können. Hilfreich ist es auch, Regale im aufgeräumten Zustand zu fotografieren, das Bild laminiert dazu zu hängen und dann wissen alle sofort, was wohin gehört. Liegt tagsüber etwas im Weg, dann hilft ein kleines „Bitte aufräumen“-Fach, in dem Dinge zwischengelagert werden.


 

Sehr praktisch sind auch Container mit Rollen, die abends einfach ins Kinderzimmer geschoben werden können oder Hocker und Sitzbänke , in deren Inneren Spielzeug verschwindet. Kinder mit AufräumsackFast schon genial und vor allem zum Spielen mit Legos, Duplos oder Bauklötzen super ist eine Spieldecke, die man nach dem Aufräumen zum Aufräumsack* zusammenzurren kann. Alternativ dazu gibt es auch Kisten, die sich per Reißverschluss in eine Spielmatte verwandeln.

Für Legosteine (und anderes) gibt es eine weitere originelle Aufbewahrungsmöglichkeit: Boxen, die selbst aussehen wie große Legosteine und stapelbar sind. Es gibt sie mit 1, 2, 4 oder 8 Noppen zum Beispiel hier*.

Kuscheltiere RolohauckKuscheltiere können über die Jahre hinweg zu einer regelrechten Plage werden und Kinder wollen sich oft von keinem einzigen trennen. In den Schrank lassen sie sich auch selten verbannen, denn im Dunklen könnten sie sich ja fürchten. Plüschgetier muss also so verstaut werden, dass die Kinder es sehen, es aber dennoch nicht im Weg ist. Man kann die Tiere beispielsweise mit kleinen Klettstreifen an der Wand des Kinderzimmers befestigen oder dort eine Leine spannen und sie daran mit Wäscheklammern aufhängen. Das ist sogar recht dekorativ. Die PS Fängst Hängeaufbewahrung mit sechs Fächern von IKEA lässt sich auch gut an der Decke befestigen und bietet viel Platz für Kuscheltiere. Es gibt sie in grün, rosa und türkis und sie ist mit 1,99 Euro wirklich spottbillig.

Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Fischernetz oder eine Hängematte an der Decke aufzuhängen. Die Tiere können das Zimmer dann von oben betrachten. Und wenn die Kinder schon etwas größer sind, kann man gerade bei hohen Decken Kuscheltiere und Spielzeug in Körben verstauen, die in der Luft hängen und an Seilzügen befestigt sind. Bei Freshdads gibt es dazu ein inspirierendes Foto.

Fotos: Flickr/Wendy Berry unter CC BY 2.0 , Flickr/Rolo Hauck unter CC BY-NC-SA 2.0 

Ein Kommentar

  1. Danke für die Tipps!
    Wir haben im Wohnzimmer ein Schrankfach mit Spielsachen, ein Fach im Regal mit Kinderbüchern und eine Box für den Baby-Spielkram für die Kleine. Alles andere ist in den Kinderzimmern. Und das soll da möglichst auch bleiben. Bevor das Nächste rausgeholt wird, wird auch das andere wieder weggeräumt. Das klappt eigentlich ganz gut. Ich mache es auch so, dass manche Dinge eine Zeitlang wegkommen.
    LG, Tina

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