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Fit nach der Schwangerschaft: Sport für Mutter mit Baby

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KangatrainingDas Baby ist da und der Bauch leider auch noch? Nach der Schwangerschaft wieder in Form zu kommen, ist gar nicht so leicht, denn die Zeit ist oft knapp und viele Mütter wollen sich noch nicht so gerne von ihrem Kind trennen. Doch die Fitnessindustrie hat die Mütter entdeckt: Ob Kangatraining, Buggyfit, Laufmamalauf oder fitdankbaby – verschiedene Programme versprechen Fitness mit Kind.

Beim Kangatraining und fitdankbaby kann man sein Baby nicht nur mitbringen, es wird sogar aktiv beteiligt. Je schwerer es wird, desto höher ist auch der Trainingseffekt für die Mutter. Bei den Programmen Buggyfit und Laufmamalauf macht man Sport an der frischen Luft und das Kind ist im Kinderwagen mit dabei.

Kangatraining wurde vor vier Jahren von der Österreicherin Nicole Pascher, einer ehemaligen Tänzerin und selbst Mutter von drei Kindern, entwickelt. Inzwischen wird es von lizenzierten Trainierinnen in 650 Orten in Deutschland angeboten. Beim Kangatraining trägt man sein Kind während der sportlichen Betätigung in einer Tragehilfe, die kostenlos ausgeliehen werden kann. Jede Trainerin arbeitet mit einer Trageberaterin zusammen, die vor dem Kurs eine Trageberatung anbietet, damit das Kind auch richtig im Tuch sitzt. Gerade für Mütter mit quengeligen Kindern eignet sich Kangatraining – das Schaukeln ganz nah bei Mama dürfte jeden kleinen Nörgler schnell besänftigen. Der Focus des aerobicähnlichen Trainingsprogramms liegt darauf, den Beckenboden zu schonen und zu stärken, auf der korrekten Körperhaltung im Alltag mit dem Baby und auf der Festigung der tiefliegenden Bauchmuskulator. Es werden Acht-Wochen-Kurse angeboten und offene Klassen. Außerdem gibt es eine DVD, mit der man zusätzlich zu Hause trainieren kann.

Eine Kursstunde beginnt meist mit Bodenübungen, solange die Babys noch gut gelaunt sind. Danach kommen sie in eine Babytrage und die Mamas können zu Popmusik oder Salsa-Rhythmen ihre Fitness trainieren. Den Tragehilfen verdankt auch das Training auch den Namen: Nicole Pascher benannte ihre Erfindung nach dem Känguru in Winnie the Pooh. Starten kann, wer den  postnatalen Check-up beim Frauenarzt sechs bis zehn Stunden nach der Entbindung bestanden hat. Kurse suchen kann man auf der Website von Kangatraining.

Einen Eindruck von dem Training gibt es in folgendem Video, das wir für Euch bei der Babywelt in Hamburg gedreht haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch das in Augsburg von Physiotherapeuten und Fitnesstrainern entwickelte Trainingskonzept fitdankbaby beruht auf dem Prinzip, dass das Baby aktiv in das Training einbezogen wird. Je schwerer es wird, um so mehr muss sich die Mutter anstrengen. So kommt es auf ganz natürliche Weise zu einer Steigerung des Trainingspensums. fitdankbaby gibt es seit vier Jahren und ist nach eigenen Angaben der größte deutsche Anbieter auf dem Gebiet des postnatalen Trainings. Es richtet sich an Mütter mit Babys von 3 bis 7 Monaten. Für Mütter mit älteren Babys wurde fitdankbaby-MAXI entwickelt, das den veränderten An forderungen von mobileren und größeren Babys gerecht wird. Auch der sportliche Level für die Mütter baut auf den vorherigen Stunden auf. Es ist gedacht für Babys bis ca. 12 Monate. Neben dem Fitnesstraining für die Mutter bietet fitdankbaby auch altersgerechte Babygymnastik und besondere Spiele, die die Entwicklung des Kindes und die Mutter-Kind-Beziehung fördern sollen. Ein spezieller Gurt sorgt bei manchen Übungen für den Halt des Babys. Die Mütter trainieren besonders Problemzonen wie Bauch, Beine, Po und Rücken. Zudem werden Kondition und Koordination gesteigert.

FitdankbabyEin Kurs umfasst 8 Kurseinheiten à 75 Minuten. Die Kursstunden folgen jeweils dem gleichen Aufbau: Zu Beginn tauschen sich die Mütter aus und es gibt ein Begrüßungslied für die Babys, dann folgt die Gelenkmobilisation und das Stretching von im Alltag verkürzten Muskelgruppen. Beim Warm-up mit einfachen Aerobicschritten ist das Baby im Bauchgurt der Mama ganz nah und genießt die Bewegung. Danach kommt der große Übungsblock mit Übungen für Mamas und Babys jeweils im Wechsel und zum Stundenausklang wird die beanspruchte Muskulatur gedehnt, es gibt eine kurze Entspannungsrunde und das Schlussritual. Kurse in Eurer Nähe findet Ihr unter fitdankbaby.

Outdoorfitness für Mamas mit Baby

Wer sich gerne an der frischen Luft bewegt, für den eignet sich BuggyFit. Die Idee dafür stammt aus den USA und England und hat 2009 zuerst München erobert. Inzwischen gibt es Buggyfit-Fitnesskurse für Mütter mit Baby oder Kind in den Parks aller großen Städte. Das Workout ist speziell auf die Bedürfnisse von Frauen nach einer Schwangerschaft abgestimmt und besteht aus einem Mix aus Kraft- und Ausdauertraining, Rückbildungsgymnastik sowie Dehnungsübungen. Kinderbetreuung ist überflüssig, da die Kinder und der Kinderwagen in das Training eingebunden werden. Das Kind kann mit anderen Kindern an der frischen Luft spielen, die Abwechslung genießen und wird spielerisch zur Bewegung erzogen. Und die Kinderwagen und Buggys werden aktiv als Sportgeräte eingesetzt.

BuggyfitMütter können ab 8 bis 10 Wochen nach der Geburt (bei Kaiserschnitt ab der 12. Woche) an diesem speziellen Fitness-Programm teilnehmen. Um sicherzustellen, dass die Trainer auf jede Teilnehmerin individuell eingehen kann, besteht eine Gruppe aus maximal 10 Frauen. Praktisch ist, dass es keine Vertragsbindung gibt: Man kauft einfach eine 6er- oder 10-er-Karte, die 12 Monate lang gilt, und kann dann auch in verschiedenen Parks trainieren. Daneben gibt es die Kurse „Buggyfit – Walken mit Baby“, die über zehn Wochen gehen und von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. Mehr Infos auf der Seite von Buggyfit.

Auch Laufmamalauf macht den Park zum Fitness-Studio für Mütter und das Kind zum Workout-Partner. Die Kurse dauern 60 Minuten, in denen ein abwechslungsreiches Zirkeltraining absolviert wird. Kräftigungs-Workouts straffen und tonen die Muskeln und sorgen für eine gute Körperhaltung. Cardio-Intervalle bringen das Herz-Kreislauf-System auf Touren und lassen Baby-Pfunde purzeln. Koordinationstraining sorgt für eine Kräftigung der Tiefenmuskulatur und eine optimierte Stabilität. Stretching-Übungen dehnen beanspruchte und verkürzte Muskeln und bieten Entspannung für Körper und Geist. Für das Training werden Kleingeräte wie  Ankle Tubes, Body Tubes und Pilatesbälle genutzt – oder das Baby im Buggy – sowie die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten im Park, wie Treppen, Parkbänke, Klettergerüste und Hügel. Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskeln stehen im Fokus.

Bei Laufmamalauf wird bei Wind und Wetter trainiert – natürlich mit wetterfester Kleidung. Die Kurse finden auch im Herbst und Winter statt. Die Gestaltung der Kursstunden wird an die jahreszeitlichen Gegebenheiten angepasst. Alle Trainerinnen verfügen über eine fundierte Grundausbildung im Gesundheits- und Fitnessbereich und zudem über eine Zusatzqualifizierungen im postpartalen Group Training. Sie sind ausgebildete Sportlehrerinnen, Physio­therapeutinnen, Fitnesstrainerinnen, Hebammen, Sportwissenschaftlerinnen, selbst aktive Sportlerinen und Mütter. Für Frostbeulen bietet Laufmamalauf aber auch Kurse in Einkaufs-Centern von ECE an – vor Ladenöffnungszeit. Und es gibt Indoor-Kurse, bei denen die Kleinen in einer Tragehilfe wie beim Kangatraining mit dabei sind. Mehr Infos unter Laufmamalauf.

Fotos: Kangatraining/Nicole Pascher, Buggyfit, fitdankbaby

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