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Kleiderkauf ganz effektiv – der Nummernflohmarkt

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Nummernflohmarkt1Flohmärkte kennt jeder, aber wer ein kleines Kind hat, der wird früher oder später auch auf den so genannten Nummernflohmarkt stoßen. Das sind Veranstaltungen, bei denen Mamis und Papis innerhalb kürzester Zeit müllsäckeweise Klamotten für den Nachwuchs nach Hause schleppen, nachdem sie sich mit mehr oder weniger Ellenbogen gegen andere Kaufinteressenten durchgesetzt haben. Für Verkäufer ausgedienter Babykleidung sind solche Veranstaltungen auch ganz praktisch, denn so wird man seine Ware los, ohne sich selbst stundenlang auf Flohmärkten die Beine in den Bauch zu stehen.

Nummernflohmärkte werden häufig für einen gemeinnützigen Zweck veranstaltet und bedürfen vieler ehrenamtlicher Helfer. Meist finden sie zweimal im Jahr statt – im Frühjahr und im Herbst. Sie werden manchmal auch auch vorsortierter Babyflohmarkt oder schlicht Babybazar genannt. Es gibt zunächst einen Termin, zu dem Nummern an Verkäufer ausgegeben werden. Die müssen dann in jedes Kleidungsstück, das sie verkaufen wollen, ein Etikett mit ihrer Verkäufernummer und dem Preis einnähen. So versehene Stücke werden dann in Waschkörben dem Veranstalter des Nummernflohmarktes angeliefert, der einen bestimmten Prozentsatz vom Preis für sich behält bzw. ihn dem wohltätigen Zweck zukommen lässt. Meist sind das 20 Prozent.

Ein Tisch für jede Größe

Die ehrenamtlichen Helfer sortieren die Ware dann nach Größen. Beim Nummernflohmarkt gibt es für jede Größe einen Tisch. Dort ist dann oft auch noch alles nach Bodys, Oberteilen, Hosen und Jacken sortiert. Wenn das Baby also aus Größe 62 herauswächst, ist es sinnvoll, den Tisch mit der 68 anzusteuern. Schwangere stürzen sich auf die 56. Neben Tischen mit nach Größen sortierter Kleidung sind häufig auch solche mit Spielzeug, Büchern oder Zubehör wie Kindersitzen, Babywannen oder Dampfsterilisatoren vorhanden.

Meist finden solche Märkte nur vier Stunden lang statt. Wer nicht sofort zur Öffnung der Türen da ist, muss sich mit den meist wenig attraktiven Resten begnügen. Der Andrang zu Beginn ist dementsprechend groß, alle stürmen auf den Tisch ihrer Begierde zu und da geht es dann zu wie am Wühltisch im Sommerschlussverkauf. Kinderwagen lässt man besser zu Hause. Schwangere dürfen oft vor der eigentlichen Öffnung shoppen – zum Schutz des ungeborenen Kindes – , das gleiche gilt für die ehrenamtlichen Helfer, die sich so natürlich die attraktivsten Stücke sichern können. Schon deshalb könnte es sich lohnen, bei einem Nummernflohmarkt mitzuhelfen.

Komplette Garderobe in 30 Minuten

Am Eingang werden große Mülltüten verteilt, in die man dann schnell all das reinstopft, was für den Nachwuchs in Frage kommt. Der Vorteil ist, dass man anders als bei gewöhnlichen Kinderflohmärkten nicht verschiedene Stände abklappern muss, sondern sofort einen kompletten Überblick über das Angebot in der benötigten Größe hat. Die meisten raffen erst mal bergeweise Kleidung zusammen und sortieren dann nochmal in aller Ruhe aus, was sie nicht wirklich brauchen, bevor sie zur Kasse gehen. Dort bilden sich dann meist lange Schlangen, denn die Etiketten müssen zur Abrechnung mit den Verkäufern aus den Kleidungsstücken herausgetrennt werden. Es ist möglich, innerhalb von 30 Minuten all das zu erstehen, was das Kind in den kommenden Monaten an Kleidung braucht. Der Nachteil ist, dass man die Preise nicht runterhandeln kann. Aber da das Angebot meist groß ist, sind die Preise klein, denn was zu teuer ist, bleibt liegen. 15 Teile für 23 Euro in 30 Minuten- auf dem Nummernflohmarkt ist das kein Problem.


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